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Amalgam bei Kindern

Amalgam in der Zahntherapie von Kindern

Aufgrund seiner gesundheitlich bedenklichen Bestandteile fragen sich viele Eltern, ob der Einsatz von Amalgam bei ihren Kindern wirklich nötig und sinnvoll ist.
Obwohl sich die Zahnhygiene seit Jahren stetig verbessert, ist das Thema Zahnkaries bei Kindern noch immer ein ernstzunehmendes Problem. Die richtige Zahnpflege ist in vielen Familien ein schwieriges Thema. Zum einen ist der Wissensstand der Eltern oftmals mangelhaft, zum anderen sträuben sich besonders Kleinkinder in vielen Fällen gegen das Zähneputzen, was eine ausreichende Zahnpflege erschwert. Sind die Zähne einmal von Karies befallen, müssen sie vom Zahnarzt behandelt und der Defekt repariert werden.

 

Vorteile von Amalgam für Kinder

In der Kariestherapie von Erwachsenen ist Amalgam nach wie vor das Mittel der Wahl. Auch bei Kindern birgt die Verwendung von Amalgam als Zahnfüllstoff viele Vorteile. Besonders kleinere Kinder können schlecht auf dem Behandlungsstuhl stillsitzen oder haben Angst vor der Behandlung und öffnen ihren Mund nur widerwillig. Amalgam ist leicht und schnell zu verarbeiten, wodurch nicht nur sogar bei unruhigen Kindern weniger Fehler entstehen sondern auch die Behandlungszeit verkürzt werden kann. Auch seine lange Haltbarkeit macht Amalgam in der Kariestherapie bei Kindern interessant – schließlich sollte eine Füllung bei bleibenden Zähnen mindestens dreißig Jahre lang halten. Bei Kindern mit Milchzähnen sollte Amalgam nicht mehr eingesetzt werden, da auch andere, weniger bedenkliche Füllstoffe eine ausreichende Lebensdauer besitzen.

Schadet Amalgam Kindern?

Da jedoch davon ausgegangen werden muss, dass die Füllungen über Jahre schleichend Quecksilber an den Körper abgeben, begegnen viele Eltern dem Einsatz von Amalgam bei ihren Kindern mit einiger Skepsis. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Nieren von Kindern, die Zahnfüllungen aus Amalgam im Mund tragen, tatsächlich mehr Quecksilber ausscheiden.
Glücklicherweise werden bei geschädigten Milchzähnen inzwischen jedoch überwiegend andere Füllungen als Amalgam verwendet, denn es gibt mittlerweile gute Alternativen zu Amalgam. Diese werden bei Kindern auch von den Krankenkassen finanziert. Auch sie besitzen eine ausreichendlange Lebensdauer, da sie im Milchgebiss nur ungefähr sechs Jahre halten müssen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt ebenfalls, dass aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes die Verwendung von Amalgam bei Kindern sorgfältig geprüft werden sollte.
Es ist also offensichtlich noch nicht eindeutig geklärt, ob die Belastung durch Amalgam bei Kindern tatsächlich gesundheitliche Auswirkungen hat.