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Amalgamallergie

Was ist eine Amalgamallergie?

Sind Zahnfüllungen aus Amalgam vorhanden und treten Beschwerden mit unterschiedlichen Symptomen auf, kann es sinnvoll sein, sich auf eine Amalgamallergie hin testen zu lassen. Anders als eine Amalgamvergiftung, deren Existenz noch nicht eindeutig durch Studien belegt werden konnte, wird eine Amalgamallergie von den Krankenkassen als Krankheit anerkannt. Dafür muss diese jedoch von einem Allergologen nachgewiesen werden.
Die Amalgamallergie ist eine Kontaktallergie, bei der der Körper auf das in Amalgam enthaltene Quecksilber reagiert. Genau genommen ist eine allergische Reaktion auf das Quecksilber selbst unmöglich, da es keine Allergien auslösen kann. Erst nach der Verbindung mit Proteinen (Eiweißen) kann es zu einer Immunreaktion des Körpers kommen.

 

Symptome einer Amalgamallergie

Die Häufigkeit einer Amalgamallergie wird in der Bevölkerung auf unter 0,01% geschätzt. Eine Amalgamallergie wird prinzipiell also recht selten diagnostiziert. Ein möglicher Grund dafür ist, dass die Symptome unspezifisch sind und auch von anderen Erkrankungen herrühren können. Die Symptome einer Amalgamallergie schließen Beschwerden an der Mundschleimhaut, seltener bestimmte Hautveränderungen oder allgemeines Unwohlsein mit ein. Konkrete Symptome können z.B. Weißverfärbungen im Mund, Entzündungen der Mundhöhle aber auch ein Brennen oder ein metallischer Geschmack auf der Zunge sein.

Treten diese Symptome bei einer Person mit einer Amalgam Zahnfüllung auf, kann bei entsprechendem Verdacht mit einem so genannten Epikutantest (Pflastertest) auf eine Amalgamallergie hin getestet werden. Dabei werden Amalgambestandteile mit einem Pflaster auf den Rücken geklebt. Nach 72 Stunden überprüft der Arzt, ob der Körper in Form eines Ekzems allergisch reagiert hat.
Falls eine Amalgamallergie nachgewiesen werden kann, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Amalgamentfernung. Ebenso kann über eine zusätzliche Behandlung zur Entgiftung, z.B. mit hochdosierten Vitaminen, nachgedacht werden.